Am 9. Mai 2026 durften wir als Mehrgenerationenhaus Familien-Zentrum-Freudenstadt e.V. (FZF) im Kur- und Kongresszentrum Freudenstadt unser 35-jähriges Jubiläum feiern – ein besonderer Tag, der für uns ganz im Zeichen von Begegnung, Dankbarkeit, Rückschau und einem gemeinsamen Blick nach vorne stand.
Unter dem Motto „Eine GründerinnenÄRA geht zu Ende. Neues darf beginnen – die verORTete VISION bleibt.“ kamen über 200 Gäste zusammen: VetreteterInnen aus Politik und Verwaltung, Ehrenamtliche, Mitglieder, ehemalige Gründungs- und Vorstandsmitglieder, Kooperations- und NetzwerkpartnerInnen sowie langjährige WegbegleiterInnen unseres Hauses. Die große Beteiligung hat noch einmal sehr deutlich gezeigt, wie viele Menschen sich mit unserem Zentrum verbunden fühlen – weit über die Stadt und den Landkreis hinaus. Unser Haus ist dabei nicht nur lokal verankert, sondern hat sich über die Jahre hinweg auch als Modellstandort und Impulsgeber über Ländergrenzen hinweg entwickelt.
Moderiert wurde die Feierlichkeit von Nina Blust, ehemalige FZF-Vorständin (2009–2014), die durch das Programm führte und dem Tag damit einen verbindenden und wertschätzenden Rahmen gab.
Herzlichen Dank an die GrußwortrednerInnen Herrn Adrian Sonder (Oberbürgermeister der Stadt Freudenstadt), Herrn Andreas Junt (Landrat des Landkreises Freudenstadt), Jasmin Horber (Geschäftsstellenleitung Mütterforum Baden-Württemberg e.V.), Gudrun Steglitz (Vorstand Mütterforum Baden-Württemberg e.V.) sowie Ankica Rukavina( Geschäftsführung LAG Mehrgenerationenhäuser Baden-Württemberg e.V.), die mit Ihren feierlichen Worten unsere Feier bereichert haben.
Ein besonders bewegender Moment war für uns der Abschied von unseren langjährigen Vorständinnen Marianne Reißing (FZF-Gründungsmitglied, Vorstand 1993–2025, Bundesverdienstkreuzträgerin am Bande 2008), Elisabeth Gebele (Vorstand 1999–2025) und Elisabeth Eiermann (Vorstand 2003–2025). Über viele Jahre hinweg haben sie unser Familien-Zentrum mit aufgebaut, geprägt und begleitet – mit großem ehrenamtlichen Engagement, Herz und Weitblick. Auch wenn sie sich aus der aktiven Vorstandsarbeit zurückziehen, bleiben sie dem Haus weiterhin eng verbunden. Dafür sagen wir von Herzen Danke.
Gleichzeitig durften wir das neue FZF-Führungsteam vorstellen: Gesine Junghanns, Sara Stolzenberg und Benjamin Erdrich übernehmen künftig Verantwortung im Vorstand, gemeinsam mit Katharina Kimmerle als Geschäftsführung. Damit geht Verantwortung bewusst in jüngere Hände über – gut vorbereitet, getragen von Vertrauen und dem gemeinsamen Wunsch, die im FZF gelebte Willkommenskultur und die Vision einer solidarischen Gemeinschaft weiterzutragen.
Ein besonderes Highlight war die persönliche Videobotschaft von Dr. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, die unser Haus bereits 2007 bei ihrem Besuch in Freudenstadt als Mehrgenerationenhaus ausgezeichnet hatte.
Ein weiterer inhaltlicher Höhepunkt der Veranstaltung war die Festrede von Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, die unter dem Titel „Zur Verantwortungsübernahme älterer Menschen für nachfolgende Generationen: Gelingende Formen von Generativität“ eindrucksvoll verdeutlichte, wie wichtig Orte der Begegnung, der Teilhabe und des generationenübergreifenden Miteinanders für unsere Gesellschaft sind.
In ihrer Gesamtheit hat die Veranstaltung einmal mehr die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Familien-Zentrums als verlässlicher Ort der Begegnung, Teilhabe und Integration sichtbar gemacht – als Modellstandort, der über die Region hinaus Impulse setzt und Netzwerke stärkt.
Abgerundet wurde die Feierlichkeit mit einem Film, erstellt von unseren Bundesfreiwilligendienstleistenden Lisa Braidt und Samira Schmidt, der emotionale und zugleich humorvolle Momente aus dem FZF-Alltag zeigte. Er hat auf eindrückliche Weise noch einmal verdeutlicht: Man muss das FZF erleben, um es wirklich zu verstehen.
Im Anschluss blieb viel Zeit für Gespräche, Wiedersehen und Austausch bei Getränken und einem Buffet, das zum großen Teil aus der hauseigenen FZF-Küche stammte.
Was bleibt, ist ein Gefühl von Verbundenheit, Dankbarkeit – und die Gewissheit, dass dieses Haus für immer von den Menschen lebt, die es mit Herz und Leben füllen.

















